Songtext:
In Sankt Petersburg brach das Eis der Zeit.
Ein Geist greift nach absoluter Klarheit.
Wo Welten stumm ziehn in die Dunkelheit.
Reift tief in der Seele das ewige Licht.
Zu Halle am Saale, wo Heine mir wies.
Die Fourier-Reihen, die Ströme aus Licht.
Die Ausnahme-Menge blieb fest an mir hängen.
Bis die Konvergenz im Unendlichen bricht.
Ich ordnete Punkte im endlichen Raum.
Wo abgeleitete Mengen vergehn.
Fundamentalfolgen, ein klarer Traum.
Um hinter dem Chaos die Ordnung zu seh’n.
Hörst du den Ruf durch den Vorhang der Zeit?
Es schweigt das Gesetz, das die Erde beschränkt.
Es gibt mehr als nur eine Unendlichkeit.
Die einsam im Schoß der Mathesis glänzt.
Wir zählen die Sterne, den Staub und das Licht.
Und fallen ins Endlose, Schicht um Schicht.
Mit Dedekind teilt‘ ich den Schmerz und den Sinn.
Algebraische Zahlen sind abzählbar rein.
Doch Kronecker rief, bis das Herze mir brach:
Nur Gott schuf die Zahlen.– Das kann nicht so sein.
Da floh ich dem Neid der Kollegen geschwind.
Zu Shakespeares Rätsel und Bacons Gesicht.
Wenn Welten im Wahn des Verstandes zerrinnen.
Dann schützt dich das Schweigen der Fachwelt auch nicht.
Hörst du den Ruf durch den Vorhang der Zeit?
Es schweigt das Gesetz, das die Erde beschränkt.
Es gibt mehr als nur eine Unendlichkeit.
Die einsam im Schoß der Mathesis glänzt.
Wir zählen die Sterne, den Staub und das Licht.
Und fallen ins Endlose, Schicht um Schicht.
Diagonalargument! Ich ziehe den Strich.
Manische Glut trifft depressive Nacht.
Das Kontinuum lebt und zerbricht mich.
Wer brachte die transfinite Macht?
Die Ableitung schwindet vollendet ins Nichts.
Hurwitz staunt auf dem Züricher Fest.
Im Sanatorium, im Schatten des Lichts.
Verliert sich Georg Cantor im letzten Prozess.
Vom Lehramt zurück, nun verstummt und allein.
Die Mauern der Anstalt umschließen das Jahr.
Das Leben dreht traurig die Gleichung herum.
Bis achtzehn im Winter das Ende gebar.
Die Mengen, sie bleiben so mächtig und rein.
Auch wenn sie das Herz des Entdeckers verbrannt.
Was endlich begann, wird unendlich nun sein.
Befreit von den Fesseln der Zeit und dem Land.
Mehr als ein Ende.
Aleph-Null.
Mehr als das All.
Transfinit.
Die ewige Wende.
Der leiseste Fall.
Copyright:
Artist: Jens K. Carl.
Lyrics: Frank Schumann.
Vocals: AI‑generated voices.
Music: Generated with Suno AI.
© / ℗ 2026 Frank & Jens AI-Songs
Produced with Suno AI.
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