Liedtext: Kommt schon! Leute! Los geht’s! Einmaleins. Jetzt geht’s los! Klatscht in die Hände! Stampft mit den Füßen! Mathe macht Spaß, ist so süß.
Eins mal eins ist eins (alright), Zwei mal zwei ist vier (hold tight), Drei mal drei ist neun (so fine), Vier mal vier ist sechzehn (all the time).
Ich sag‘: „Singt mit mir.“ Kinder: „Wir sind hier.“ Ich sag‘: „A–B–C.“ Kinder: „Easy as One-Two-Three.”
Einmaleins (hey, hey). Lass uns tanzen geh’n. Einmaleins (hey, hey). Mathe macht Spaß (oh yeah). Einmaleins (woah, woah). Komm und sing mit mir. Mathe ist wie eine Party. Everybody sing it loud.
Fünf mal fünf ist fünfundzwanzig (Clap your hands). Sechs mal sechs ist sechsunddreißig (Stomp your feet). Sieben mal sieben, neunundvierzig (Feel the groove). Acht mal acht vierundsechzig (Make your move).
Ich sage: „Singt mit mir.“ Kinder: „Wir sind hier.“ Ich sag’: „A–B–C.“ Kinder: „Easy as One-Two-Three.”
Einmaleins (hey, hey). Lass uns tanzen geh’n. Einmaleins (hey, hey). Mathe macht Spaß. Einmaleins (woah, woah). Komm und sing mit mir. Mathe ist wie eine Party. Everybody sing it loud. Everybody sing it loud.
Prosatext: Wie ich die Liebe zur Mathematik fand. Zahlen waren lange nur stumme Dinge. Ich schrieb sie ins Heft wie Kieselsteine, mechanisch, pflichtbewusst, leer. In der fünften Klasse lernte ich Quadratzahlen auswendig – eine statische Reihe ohne Sinn.
Dann fiel mir etwas auf: Eins Quadrat ist eins. Zwei Quadrat ist eins plus drei. Drei Quadrat ist eins plus drei plus fünf. Vier Quadrat ist eins plus drei plus fünf plus sieben.
Die ungeraden Zahlen fügten sich wie Schritte zu einem Weg. Ein Quadrat entstand aus Rhythmus, nicht aus Formel. Ich zeigte es der Lehrerin. Sie sah länger hin als sonst. „So habe ich das noch nie gesehen“, sagte sie. Eine Eins. Doch wichtiger war das feine Ziehen danach – ein neuer Blick auf etwas, das immer da gewesen war. Ich blieb ein solider Schüler. „Solide“ – ein grauer Mantel.
In der siebten Klasse sagte die Lehrerin: „Du hast mathematisches Talent.“ Die Klasse drehte sich zu mir. Später gab sie mir das Neuner-Lehrbuch. Ich löste alles richtig. Doch das Wort „Talent“ stand wie eine Überbelichtung neben mir.
In der achten Klasse stand ich an der Tafel. Der Strahlensatz war in meinem Kopf, doch er rutschte weg. Die Linien wirkten fremd. Hinter mir entstand gespannte Stille. Die Lehrerin wartete geduldig. Ich zeichnete Linien wie jemand, der nicht weiß, wohin er gehört. Mein Kopf war leer und überfüllt zugleich.
Am Ende schrieb sie eine Vier darunter – groß, dunkel, wie ein kalter Nagel. Zum ersten Mal spürte ich: Ich konnte scheitern. Vielleicht war ich gar nicht talentiert. Auf dem Heimweg begann das Mantra zu flüstern: Du bist nicht verloren. Du musst den Weg anders betreten – tastend, nicht frontal. Folge den Spuren der Autoren. Verteile die Arbeit über die Tage. Bleib, auch wenn alles in dir gehen will.
Sechs Wochen einsames Lernen. Ruhig, gleichmäßig, spannungsvoll. Hände am Lineal, Augen über Figuren, Licht auf dem Blatt. Ich zerlegte jeden Satz, zeichnete jede Figur neu, las Wort für Wort. Die Spannung wurde zur Kraft, die mich trug. Das Mantra wurde leiser, wurde Gespräch: Du bist unterwegs. Du bleibst aus Vertrauen.
Nach vier Wochen klickte es leise. Kein Triumph, nur ein Einrasten. Die Figuren ergaben Sinn, die Wörter wurden vertraut. Am Ende der sechs Wochen war Mathematik mein Lieblingsfach – nicht weil es leicht war, sondern weil ich gelernt hatte, dass Verstehen kommt, wenn man glaubt, längst verloren zu sein. Ich verstand nicht nur Mathematik. Ich verstand mich im Verhältnis zu ihr.
Die Liebe kam nicht durch Talent. Sie kam durch die Vier, durch die Scham, durch die Nachmittage, an denen ich blieb. Später studierte ich Mathematik auf Diplom und wurde Lehrer.
Liedtext: Ich kam aus Staub. Aus Kies. Aus Wegen ohne Klang. Ein tiefer Puls, unter Haut, unter Stille. Ich setzte einen Schritt. Ich blieb.
Zahlen. Still. Kies im Heft – kalt. Quadrate wie Steine im Staub: eins, zwei, drei, vier. Flach. Grau. Wartend. Hände bleiben. Kopf geht.
Ich blieb. Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb – Offbeat im Brustkorb. Alles vibrierte nach. Ich blieb – Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb.
Knirsch. Eins zum Quadrat ergibt eins. Zwei zum Quadrat ergibt eins plus drei. Drei zum Quadrat ergibt eins plus drei plus fünf. Vier zum Quadrat ergibt eins plus drei plus fünf plus sieben. Ungerade ritzen Pfad. Rhythmus unter Haut. Ich still, Druck schiebt.
Ich blieb. Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb – Offbeat im Brustkorb. Alles vibrierte nach. Ich blieb – Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb.
Ein Blick – länger. Eine Eins. Ziehen im Brustkorb. Erster Ton. Staubmantel. Ich blieb nicht gern – aber ich blieb.
Siebte Klasse. Du hast Talent. Wort brummt wie Verstärker. Neuner Buch. Alles richtig. Talent – hell. Nah. Flackern im Kopf. Bleiben im Bauch.
Achte Klasse. Strahlensatz. Linien splittern. Bassdruck in der Stille. Blues dröhnt. Riss im Schädel. Druck drückt Luft weg.
Ich blieb. Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb – Offbeat im Brustkorb. Alles vibrierte nach. Ich blieb – Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb.
Die Vier – groß. Dunkel. Nagel im Inneren. Schlag — Bauch. Nicht verloren. Anders gehen. Tastend bleiben. Raum öffnet sich — dünn, kalt, metallisch. Atem ohne Klang. Raum schließt. Druck fällt wie Bass.
Sechs Wochen. Allein. Hände am Lineal. Augen über Figuren. Licht — heißer Streifen. Schritt. Schritt. Druck wird Kraft. Mantra wird Stimme.
Vier Wochen — Klick. Einrasten. Sechs Wochen – mein Fach. Nicht leicht – aber ich blieb, als ich dachte, ich sei verloren.
Linien werden weit. Räume groß. Dunkel und Licht. Kreidelinie glüht — heißer Draht. Bogen über Bruch und Bleiben. Ich im Muster. Muster in mir. Großer Schritt. Aufbruch aus Druck. Ich gehe.
Ich blieb. Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb – Offbeat im Brustkorb. Alles vibrierte nach. Ich blieb – Druck wurde Blues. Ich blieb – ich blieb.
Liebe kommt durch die Vier. Durch Scham. Durch Nachmittage, an denen ich blieb. Weg wird klar – weil ich blieb.
Zahlen werden warm. Druck wird Weg. Ich blieb – und der Blues bleibt bei mir.
Liedtext: Aus frühen Tagen steigt Ries empor. Ein Licht, das durch die Silberberge bohrt. Ein Strahl, der sich in gold’nen Falten hebt. Ein Klang, der durch die Sphären würdig webt.
In Erfurt lernt er Zahl und Maß. Den Pfennig-Takt, in Linien-Glas. In Annaberg, wo Silberadern glüh’n. Formt er das Maß, lässt Ordnung blüh’n. Er gießt die Rechnung wie ein Sternenchor. Ein Klang, der steigt und trägt empor.
Die Coss erhebt Algebra zur Pflicht. Gibt Regeln, die durch Zeiten brechen nicht. Er ordnet Brüche, Münzen, Maß und Geld. Spannt Achsen, wie ein Himmelsmaß der Welt. Mit Pfennigen auf Linien streng gesetzt, wird Wirrnis klar, wird Wahrheit neu vernetzt. Er prüft den Bergbau, Zoll und Münzbestand, für Kurfürst Johann mit genauer Hand.
Adam Ries – Ein Licht, das ewig steht. In jeder Zahl brennt Licht, das weiterzieht. Ein Stern im Orbit jeder Zahl, der nie verglüht. In jeder Zahl brennt Licht, das Ries uns gibt.
Er misst den Bergbau, ordnet Maß und Gut. Gibt Sicherheit, wo nur Vermuten ruht. Er spannt die Achsen, macht das Wissen klar. Ein Klang von Maß, der durch die Räume war. Er prüft die Münzen, wägt den Silberstand, gibt Kurfürst Johann Wahrheit in die Hand.
Mit Margarethe lebt er schlicht und sacht. Ihr Haus im Orbit stiller Annaberg-Nacht. Ihr Sohn wird Meister, Maß, das weiter wächst. Ein Klang, der durch die Fibonacci-Bögen setzt, und steigt und steigt, bis Licht die Nacht durchsetzt.
Liedtext: Wir haben ein Dreieck. Funky und frei. A-B-C im Licht. Suchen den Punkt. Der alles gleich hält. Komm mit. Das wird tight. Nur Zirkel und Lineal. Kein Trick, kein Cheat, kein Hokuspokus. Mathe wird zur funky Groove-Maschine. Los geht’s. Fokus.
Ich setz’ den Zirkel irgendwo. Oh no. Der Kreis wird schief. Das killt den funky Flow. Ohne Plan und Logik kommen wir nicht ans Ziel. Jetzt wird’s super funky. Oh yeah!
Drei Punkte gegeben. A, B und C im Game. Der Umkreis soll sie alle drei im selben Kreis vereinen. Der Punkt, der zu allen Dreien gleiche Distanz hält. Same distance. Magic in the middle!
Ich zeichne die Senkrechte durch die Mitte von A, B. Dann durch B, C. Die zweite Linie. Baby. Wo sich die beiden treffen, funkelt unser Star. Das ist der Mittelpunkt. Magic in the middle!
Mittelpunkt Magic. Hey, hey. Mittelpunkt Magic. Wow. Gleiche Abstände. Yeah. Das ist der Vibe now. Mittelpunkt Magic. Funky, fresh and nice.
Jeder Punkt auf der Senkrechten hält zu zwei das Maß. Nur ihr Schnittpunkt trifft alle drei. Das ist der Pass. Der Kreis geht drumherum. Sauber, rund und klar. Round and round. Wir sind der Star.
Die griechische Mathematik behandelte algebraische Problemstellungen primär in geometrischer Form, indem sie Gleichungen durch Konstruktion mit Zirkel und Lineal löste. Da Quadratwurzeln unter diesen Werkzeugbedingungen stets konstruierbar sind, verfügten die griechischen Geometer über ein vollständiges Instrumentarium zur Behandlung sämtlicher reell lösbarer quadratischer Gleichungstypen. Ihre systematische Ausarbeitung fand diese Methode im Buch X der Elemente des Euklid, dessen Inhalte auf die theoretischen Beiträge des Theaitetos zurückgehen. Im hellenistischen Alexandria reaktivierte Heron von Alexandria die babylonisch-altägyptische Tradition der rechnerischen Behandlung quadratischer Gleichungen. Für das Ziehen von Quadratwurzeln verwendete er iterative Näherungsverfahren, die aus heutiger Sicht als frühe Formen algorithmischer Approximation gelten. Vergleichbare Ansätze finden sich auch bei Archimedes, dessen analytische Methoden eine bemerkenswerte Vorwegnahme späterer numerischer Verfahren darstellen.
Die Erkenntnis des paarweisen Auftretens von Lösungen quadratischer Gleichungen geht auf indische Mathematiker zurück, insbesondere auf Bhaskara. Über arabisch schreibende Gelehrte, die diese Verfahren weiterentwickelten und systematisierten, gelangten die entsprechenden algebraischen Methoden schließlich nach Europa und beeinflussten dort die Ausbildung einer eigenständigen algebraischen Theorie nachhaltig.
Liedtext: Zwei und fünf im Seitenpaar. Das Flächenmaß bleibt invariant. Ein Rechteck ruht im weiten Raum. Ein Grenzwert naht wie Licht im Traum. Die Seiten stehn noch ungleich da, doch jede Annäherung wird wahr.
Drei Zentimeter erster Stand. Die Fläche stimmt, doch zittert der Rand. Die Seiten liegen ungleich breit. Ein Startwert wächst in Kontraktionsbereit. Rand an Rand ein leiser Schwur. Die Form folgt ihrer Struktur. Der Wandel setzt behutsam ein. Ein erster Schritt ins Gleichsein rein.
Die Form kehrt wieder, sanft und still. Ein Seitenmaß, das wachsen will. Ein neuer Wert, der näher rückt. Ein Iterationsschritt, der entzückt. Die Wiederkehr führt Zug um Zug. Ein Rhythmus, weich wie Atemzug. Die Schleife trägt die Form voran, bis Konvergenz sich zeigen kann.
Alt wird weit. Der Raum wird Licht. Neu wird breit. Die Fläche spricht. Maß vereint die Linien im Chor. Klang erscheint. Das Quadrat schwebt hervor.
Die lange Seite wird jetzt klein. Die Kurze wächst ins Gleich hinein. Die Fläche bleibt invariant im Wert, doch jedes Längenmaß wird geklärt. Die Schritte rücken maßgenau. Konvergenz steigt in Lipschitzbau. Die Seiten suchen gleichen Stand. Ein Fixpunkt ruht wie Hand in Hand.
Zehn bleibt zehn im Flächenplan. Die Seiten stehn nun gleich und nah. Die Form ist still. Der Wandel ruht. Gleichmaß trägt den letzten Mut. Ein letzter Klang fällt linear.
Was bedeutet im Liedtext: „Konvergenz steigt in Lipschitzbau.“
Einfach und grob bildhaft: Bedeutung: Die Veränderung passiert gleichmäßig, kontrolliert und ohne plötzliche Sprünge.
Liedtext: Ich steh’ im rechten Maß, mein Klang fällt wie ein Lot, ohne Drift, ohne Spiel. Die Zahl zieht ihre Bahn im Off‑Grid, jede Projektion folgt dem klaren Profil. Ich bau’ den Satz wie ein System, neben dem Schlag, jeder Vektor trägt Gewicht. Ich bin die reine Geometrie, pythagoreisch, und du nur ein Echo ohne Sicht.
Ich bin die Höhe, die dich teilt — p und q im strengsten Maß. Ich bin die Höhe, die dich fällt — Lot sinkt senkrecht, ohne Pathos, ohne Fluss. Ich bin die Summe, die dich hebt – a‑Quadrat plus b‑Quadrat formt c‑Quadrat im reinen Raum. Ich bin der Satz, der immer bleibt – Geometrie im Off‑Beat‑Traum.
Die Höhe fällt im rechten Maß und teilt die Hypotenuse klar, ohne jede Schwebung. Abschnitt p und Abschnitt q – zwei Projektionen, symmetrisch, ohne Bewegung. Das Quadrat der Kathete a ruht im Produkt aus c und p, wie ein Spiegel ohne Drift. Das Quadrat der Kathete b ruht im Produkt aus c und q, reine Ordnung, reine Schrift. Ich bin der Kathetensatz – ich bind’ dich wie Kathete und Abschnitt, wie c mit p und q, streng wie Licht im Lot, absolut und dicht.
Alles fällt in Ordnung, neben dem Puls, jede Zahl bleibt im Gesetz. Ich bau’ die Formel in den Flow, Off‑Beat, und jeder Zweifel bricht in Glas.
Ich bin die Höhe, die dich teilt – p und q im strengsten Maß. Ich bin die Höhe, die dich fällt – Lot sinkt senkrecht, ohne Pathos, ohne Spaß. Ich bin die Summe, die dich hebt – a‑Quadrat plus b‑Quadrat formt c‑Quadrat im klaren Raum. Ich bin der Satz, der immer bleibt – Geometrie im Off‑Beat‑Traum.
Die Höhe steigt im Lot, senkrecht, rein, im rechten Raum, ohne Drift. Ihr Feld wird exakt geteilt – zwei Flächen, klar, symmetrisch, ohne Schwebung. Das Produkt aus p und q trägt das Quadrat der Höhe h, kristallin und dicht. Ich bin das Lot der Höhe – ich sinke senkrecht, mein Ton schneidet wie ein reiner Strahl durch jede Wandlung.
Alles bleibt im Lot, Off‑Beat, jede Fläche bleibt im Maß. Ich spuck’ die Formel in dein Ohr, vor dem Schlag, und jeder Zweifel wird zu Glas.
Ich bin die Höhe, die dich teilt – p und q im strengsten Maß. Ich bin die Höhe, die dich fällt – Lot sinkt senkrecht, ohne Pathos, ohne Spaß. Ich bin die Summe, die dich hebt – a‑Quadrat plus b‑Quadrat formt c‑Quadrat im klaren Raum. Ich bin der Satz, der immer bleibt – Geometrie im Off‑Beat‑Traum.
Zwei Quadrate ruhn im Maß – Kathete a und Kathete b, kristallklar, ohne Drift. Aus beiden steigt das große Quadrat – c‑Quadrat, streng wie ein Riss im Licht. Ich bin die Summe ihrer Quadrate – ich erhebe mich hell, und dein Echo fällt wie Staub in den reinen Raum, ohne Gewicht.
Drei Wege – ein Maß – ein Dreieck, das die Welt erklärt. Kathete trägt die Ordnung, vor dem Beat, Höhe teilt, was sich bewährt. Zwei Projektionen ruhn im Lot, Off‑Grid, zwei Quadrate stehn bereit. Und die Summe hebt den Klang, hinterm Schlag, reine Geometrie in Zeit.
Die Zahl zieht ihren Lauf, neben dem Puls, ein Maß im rechten Raum. Drei Linien stehn im Verhältnis, Off‑Beat, klar wie ein strengster Traum. Die Höhe trägt den Zug, vor der Eins, die Kathete ordnet still. Das Quadrat der Hypotenuse, hinterm Schlag, zeigt, was das Dreieck will.
Ich bin der Satz, der bleibt – ich trage die reine Melodie, und du den Rest im verglühenden Maß der Theorie.
Liedtext: Im Winter steh’ ich einsam da, ein Dreieck hebt sich aus dem Schnee. Ein rechter Winkel wacht im Weiß, zwei Wege tragen mich, ein Dritter zieht mich schräg in Nacht. So beginnt die Reise: Ein Maß erhebt sich aus dem Frost.
Ein Winkel steht recht im Schnee, zwei Katheten tragen ihn wie Pfade. Die Schräge steigt diagonal, ein einsamer Hang im Winterlicht. Schon die Alten sahen im Frost ein Maß, das nur im rechten Winkel wohnt. Die Schräge ruft, die Katheten tragen, und ich folge ihrem Klang.
Quadrate steigen über Linien, kalt und streng im Winterlicht. Quadrate ruhen über Wegen, schwer und still im weißen Raum. Drei Flächen liegen im Schnee. Zwei klein und tragend, eine groß und schwer. Ich gehe zwischen ihnen, und das Maß folgt mir wie Wind.
Zwei Quadrate fügen sich leise, ohne Riss, ohne Spalt, ohne Schmerz. Sie legen sich in das Große, als wären sie sein Ursprung, als wären sie sein Schnee. Dies ist der Kern der Einsicht: Nicht Zahl, nicht Formel, sondern Flächen, die sich fügen wie Spuren im Frost.
A und b – zwei Wege im Schnee, c – die Schräge, die alles trägt. Ihre Quadrate steigen wie Winterfelder, und ihre Summe ruht im großen Weiß. A zum Quadrat und b zum Quadrat – zwei kalte Lasten, c zum Quadrat – ein stilles, schweres Licht.
Wenn Frost den Winkel hält, dann folgt das Maß. Wenn Linien recht sich stellen, dann fügt sich Fläche zu Fläche. Wenn Schnee das Dreieck deckt, dann ruht die Wahrheit darin. Wenn Maß sich zeigt, dann klingt die Schräge rein.
Die Genese zeigt im Frost: Es ist nicht Formel, sondern Anschauung. Nicht Zahl, sondern Fläche. Nicht Algebra, sondern Schnee. So wird die Einsicht zum Weg, und der Weg zum Klang.
Drei Linien stehen fest vereint. Zwei tragen Last, eine führt den Klang. Und ihre Quadrate ruhen zusammen wie Schnee auf stillen Feldern.
Ich gehe durch den Frost, und das Dreieck geht mit mir. Sein Maß wird zu meinem Schritt, sein Licht zu meinem Atem.
Die Summe der Quadrate der beiden Katheten ergibt das Quadrat der Hypotenuse. So klingt der Frost, so ruht das Maß, so endet die Winterreise.
Metaphern‑Tabelle zur Pythagoras‑Genese
Metapher
Mathematischer Bezug
Schnee
Fläche: die Quadrate über den Seiten des Dreiecks
Frost
Strenge geometrische Ordnung: unveränderliche Form eines rechtwinkligen Dreiecks
Winterreise
Herleitung: der Weg zur Einsicht des Satzes
Rechter Winkel
90°‑Winkel: Voraussetzung für den Satz des Pythagoras
Zwei Wege
Katheten a und b
Schräge
Hypotenuse c
Hang im Winterlicht
Längste Seite: die Hypotenuse trägt die „Last“
Quadrate steigen
Quadrate über den Seiten: Flächen a², b², c²
Zwei klein, eine groß
Flächenrelation: a² + b² = c²
Flächen fügen sich
Additive Flächenzerlegung: geometrischer Beweis
Spuren im Frost
Linienzüge: die Seiten des Dreiecks
Winterfelder
Quadratflächen: visuelle Darstellung der Quadrate
Klang der Schräge
Harmonische Relation: die Hypotenuse entsteht aus den Katheten
Wolkenlicht
Erkenntnis: die Einsicht in die geometrische Struktur
Reise des Maßes
Genese des Satzes: vom Dreieck zur Flächengleichheit
Schnee auf Feldern
Flächensumme: die Quadrate liegen „ruhig“ zusammen
Winterlicht
Klarheit der Konstruktion: eindeutige geometrische Beziehung
Liedtext: A-Quadrat und B-Quadrat promenieren fein im Geometriepark, und C-Quadrat ruft vergnügt: „Ich erscheine, wenn der rechte Winkel naht!“
A schnippelt keck, B gleitet weg, C glänzt wie frisch poliert. Ein Dreieck, leicht verwirrt, doch charmant orientiert. Verhakt und doch galant, ein Seitenpakt, so elegant – man sieht: Die Winkel lächeln leise, freundlich und entspannt.
Kurze Kathete, lange Kathete, alles sitzt wie angegossen. Wenn der rechte Winkel hält, wird hier kein Maß verschossen.
A-Quadrat plus B-Quadrat, ergibt C-Quadrat – o fein! Rechter Winkel, Prämisse klar, das muss so sein! Die Hypotenuse swingt, ein kleiner Kreis entsteht, und Pythagoras schmunzelt leise: „Wie schön sich das ergibt, versteht?“
A-Quadrat! B-Quadrat! C-Quadrat! Jawohl!
Kurze Kathete, lange Kathete – Verhältnis perfekt. Ob du misst oder baust, bleibt nichts hier unentdeckt. Selbst die Skeptiker lächeln und fassen sich an die Brust, heut Nacht ist Geometrie die Freude voller Lust. Frostlinien tanzen, Projektionen im Takt, ein Fünfer-Pattern funkelt, charmant und kompakt – und jedes Segment wirkt, als hätte es sich extra hübsch gemacht.
Zweitausendfünfhundert Jahre, und immer noch so klar, sein Lemma bleibt scharf, wie ein kristalliner Altar. Ein Geist orthogonal zur Zeit, gebaut für den Beweis, der König der Geometrie, ein axiomatischer Kreis — man möchte fast verneigen, so korrekt ist dieser Geist.
A-Quadrat plus B-Quadrat, ergibt C-Quadrat – o fein! Rechter Winkel, Prämisse klar, das muss so sein! Die Hypotenuse swingt, ein kleiner Kreis entsteht, und Pythagoras schmunzelt leise: „Wie schön sich das ergibt, versteht?“
Hat ein Dreieck einen rechten Winkel, dann gilt für alle Zeit: Die Summe der Quadrate der Katheten ist das Quadrat der Hypotenuse. Punkt.